Köln Fahrradtour
Köln hat so viele Highlights zu bieten. Also rauf auf's Rad und ab durch die Stadt. Foto: Adobe Stock

Fotoshooting mit Köln: Die beste Fahrradtour für tolle Urlaubsbilder

Viele Wege führen durch Köln – und Kenner*innen erkunden sie per Fahrrad. Diese 25 Kilometer lange Route führt zu den schönsten Motiven für Hobbyfotograf*innen.

10 Uhr – Start am Decksteiner Weiher

Startpunkt ist der Decksteiner Weiher im Äußeren Grüngürtel. Dort sorgen ein Picknick auf der Weiherwiese oder ein Besuch im Haus am See für eine Stärkung. Und noch bevor es losgeht, bieten sich erste Fotomotive: Der fast quadratische Decksteiner Weiher wird an vielen Stellen von Bäumen gesäumt, die vor allem im Herbst die Hobbyfotografen mit ihren bunten Blättern locken.

Haus am See Weiherwiese
Im Norden der Parkanlage kann man für eine Stärkung im Haus am See einkehren. Foto: Imago

10:14 Uhr – Stopp an der Befestigungsanlage Fort VI

Schon bald nach den ersten Tritten in die Pedale taucht das Fort VI am Wegesrand auf. Die Preußen errichteten die Befestigungsanlage 1873. Das Fort und ein Teil der Wallanlage sind das Einzige, was nach dem Ersten Weltkrieg und der Entmilitarisierung vom gesamten Bau erhalten bleiben durfte. Die unter der Erde liegenden Gräben wurden verfüllt und die Aufbauten zerstört.

10:33 Uhr – quer durch Köln Nord-Westen zum Funkturm Colonius

Weiter geht es Richtung Nord-Westen zur Dürener Straße. Die Strecke überquert den Militärring, führt durch den Stadtwald und entlang der Lindenthaler Kanäle. Gestresste Großstadtradler*innen können hier aufatmen und ohne Autoverkehr die Landschaft genießen. Im Inneren Grüngürtel findet sich der Aachener Weiher. Am künstlich angelegten See ­genießen die Kölner*innen die Sonne. Ein paar Meter die Anhöhe hinauf bieten sich der Funkturm Colonius und der Mediapark als Fotomotive an, die durch ihre Lichter vor allem nachts ihren Reiz entfalten.

Aachener Weiher
Bei schönem Wetter ist die Wiese rund um den Aachener Weiher gut besucht. Foto: Alamy

10:41 Uhr – Kaffeepause im Belgischen Viertel

Wenn sich der Kaffeedurst meldet, ist ein Abstecher in das angrenzende Belgische Viertel das Richtige: Kleine Cafés und Restaurants locken mit dem Duft von frisch gerösteten Kaffee­bohnen, feinem Gebäck oder, wie das Café im Bauturm, selbst gemachter Marmelade.

Kleiner Tipp: Wer eine mehrtägige Radtour machen möchte, findet im Hostel Die Wohngemeinschaft eine fahrradfreundliche Unterkunft.

Fahrradtour Ines Eckermann
Autorin Ines Eckermann hat Köln auf dem Rad erkundet. Foto: Fabian Paffendorf

Der Weg führt weiter durch den Inneren Grüngürtel. Dort kommen Liebhaber*innen der Festbrennweite mit großem Bildwinkel auf ihre Kosten: Der mit 25 Metern eher als Hügelchen einzustufende Herkulesberg an der Inneren Kanalstraße öffnet den Blick auf die Skyline der Stadt. Kölner nennen den Herkulesberg auch liebevoll den Mont Klamott: Der Zweite Weltkrieg hat diesen Trümmerberg im sonst eher flachen Köln hinterlassen.

10:55 Uhr – weiter nach Ehrenfeld zu Kunst im Freiluftatelier

Über die Innere Kanalstraße geht es weiter nach Ehrenfeld zum Odonien-Gelände. Der Künstler Odo Rumpf hat ein besonderes Fotomotiv erschaffen: eine Mischung aus Freiluftatelier, Werkstatt, Freilichtbühne und Kulturzentrum – voll von skurrilen Skulpturen und Graffiti. Wer diese Tour am Nachmittag radelt, kann danach im Biergarten pausieren. Der ist unter der Woche ab 17 Uhr geöffnet, an Wochenenden ab 15 Uhr.

Köln Odonien
Odonien: Freiluftatelier, Werkstatt, Freilichtbühne und Kulturzentrum. Foto: Imago

11:09 Uhr – am Rhein entlang zum Deutzer Hafen

Der nächste Foto-Stopp ist der Rheinpark. Dort finden sich unter der Zoobrücke ein Minigolfplatz und eine große Wiese direkt am Rhein. Von hier sind der Rheinboulevard und seine 500 Meter lange Freitreppe nicht mehr weit. Wer sein Fahrrad nicht tragen und trotzdem auf der anderen Seite im Rheinauhafen ankommen möchte, kann alternativ die Severinsbrücke überqueren. Als Belohnung für alle, die sich an die Freitreppen wagen, winkt ein herrlicher Ausblick auf die Altstadt. Von dort geht es nach Süden – zur Südbrücke, zu den Poller Wiesen und dem Deutzer Hafen.

Tipp: Architekturliebhaber*innen können ihren Picknick-Stopp hier einlegen und die Fassaden der neuen und alten Gebäude studieren.

Zoobrücke
Der Blick über die Zoobrücke lässt sich auch von hoch oben entspannt genießen. Foto: Imago

12:00 Uhr – durch die Altstadt hin zum großen Wahrzeichen: dem Kölner Dom

In der Nähe des Neumarkts liegt das Rauten­strauch-Joest-Museum, eines der bedeutendsten ethnologischen Museen Deutschlands, mit angeschlossenem Café. Über den Heumarkt führt nach dem Besuch die Route weiter zu einem urtümlichen Teil der Stadt: Die schmalen Gässchen und bunten Häuser der Altstadt und der pittoreske Fischmarkt sind hervorragende Fotomotive.

Auch die nahe gelegene Hohenzollernbrücke ist einen Besuch wert: Verliebte bringen dort ein mit ihren Initialen verziertes Vorhängeschloss an. Etwa 450.000 Paare haben sich so an der Brücke verewigt und aus dem schlichten Bauwerk ein Kunstwerk gemacht.

Kölner Dom
In Köln allgegenwärtiges Wahrzeichen: der Kölner Dom. Foto: Getty Images

Nun ist das Ziel nicht mehr zu verfehlen: der Kölner Dom. Das ­Wahrzeichen der Stadt ist das beliebteste Fotomotiv – und der Abschluss dieser Radtour.

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