Schon beim Eintreten ins Machwerkhaus wird klar: Dieser Ort ist in Bewegung. Der Geruch von Holz liegt in der Luft, Stimmen und Geräusche von Werkzeugen füllen die hohen Räume des ehemaligen Technikhofs. Stillstand gibt es hier nicht – das Machwerkhaus steht für gelebte Transformation. Diesen Spirit demonstriert es auch in diesem Jahr wieder bei den Passagen Köln, dem großen Designfestival.
Das Machwerkhaus in Köln: Ein Raum fürs Machen
Im Machwerkhaus treffen Design, Handwerk, Technologie und Handel auf 20.000 Quadratmetern aufeinander. Über 400 kreative Köpfe, die Machwerker*innen, arbeiten als Gemeinschaft zusammen. „Wir sind eine sehr heterogene Mieterschaft vor Ort“, sagt Thiemo Klein vom Machwerkhaus. Genau diese Vielfalt spiegelt sich in der breiten Palette an Produkten und Dienstleistungen wider.
Zu den Machwerker*innen zählt das Team vom Natur-Atelier Cosmaki, in dem sich alles um kreislauffähige Produktion dreht. Lebensmittelreste aus der Gastronomie werden hier zu Farben verarbeitet, ausgediente Hotelhandtücher erhalten ein zweites Leben.
Auch die Risografie-Werkstatt Rosh setzt auf nachhaltige Kreativität und zeigt, dass man auch ökologisch drucken kann – mit Farben aus Reiskleie oder Sojaöl.
Ergänzt wird die Mieterschaft im Machwerkhaus unter anderem durch Moritz Plöns, Materialforscher und Industriedesigner mit dem Schwerpunkt Objektdesign, oder durch die Draufgänger, eine Werkstatt, die sich auf die Anfertigung und Reparatur von Schuhen, Taschen, Gürteln und Lederaccessoires spezialisiert hat – inklusive praxisnaher Workshops.
Dein Guide fürs Machwerkhaus während der Passagen Köln
Wenn Köln im Januar 2026 zur Design-Spielwiese wird und das Festival Passagen die Stadt übernimmt, öffnet das Machwerkhaus die Türen seiner Ateliers, Showrooms und Werkstätten besonders weit. Die Botschaft: Design steht nicht am Ende eines Prozesses, sondern mittendrin – zwischen Menschen, Materialien und Stadt. Unter dem Motto „Lokale Produktion trifft Designkultur“ erlebst du vom 16. bis 22. Januar 2026, wie Gestaltung wächst. Das Machwerkhaus ist während der Passagen täglich von 10 bis 18 Uhr für Besucher*innen geöffnet. Was dich erwartet? Starke Designer*innen, spannende Kollektive, direkte Einblicke – und jede Menge Austausch.
„Am besten läuft man an der Magistrale entlang – das ist unser Herzstück“, sagt Thiemo. Die Schauräume verschiedener Designer*innen säumen den Weg.
Von dort erreicht man die Machwerkhalle, in der ab dem 16. Januar um 17 Uhr das RAFT collective und Konsorten das Ruder übernehmen – größtenteils aktuelle sowie ehemalige Studierende der Akademie für Handwerksdesign Gut Rosenberg in Aachen. Sie kuratieren die große Halle des Machwerkhauses zu den Passagen Köln 2026 eigenständig und lassen ihrer Kreativität dabei freien Lauf: Die Ausstellung „Vielfältigkeit im Handwerksdesign“ zeigt Gestaltung als Prozess, mit Verantwortung und echtem Miteinander. „Wir wissen um die Qualität, die das Gut Rosenberg hat. Deshalb sind wir sicher, dass da etwas Tolles entsteht!“, verspricht Thiemo.
Kunst und Cocktails
Mit dabei ist auch das Kunstkollektiv Freeters. Mit ihren Raumkonzepten und Unikaten verwandeln sie Flächen in lebendige Lebens-, Spiel-, Arbeits- und Lernräume – Orte, die Identität schaffen und Inspiration sowie Emotionen auslösen.
Im MBSY-Showroom auf dem Gelände des Machwerkhauses zeigen Raphael Klug / JK Schomann ihre Interior-Objekte – von kunsthandwerklichen Kleinserien bis zur industriell serienreifen Designideen fürs Gastgewerbe und Inneneinrichtung.
Außerdem öffnet Julian F. Eckes, mit Freunden, seinen neuen Arbeitsort im Machwerkhaus: Auf rund 200 Quadratmeter treffen großformatige Malerei von Aleks Eckes, Schwarz-Weiß-Fotografien von Ben Hammer, eine multimediale Intervention von Rafael Andrade-Córdova sowie eigene Möbel und Designs aufeinander.
Du willst noch mehr über die Ausstellungen und Personen dahinter erfahren? Dann besuch die Cocktail-Abende im Machwerkhaus an folgenden Tagen:
- Freeters: 16. Januar, ab 19 Uhr
- Raphael Klug/ JK Schomann: 16. Januar, ab 20 Uhr
- RAFT collective: 17. Januar ab 18 Uhr
- Julian F. Eckes: 17. Januar, ab 19 Uhr – zusätzlich findet die offizielle Eröffnungsfeier seines neuen Studios in unfertigem Zustand statt. Mit musikalischer Untermalung und einem kühlen Getränk kannst Du hier in die Welt aus Kunst, Design und Handwerk eintauchen
Es gibt noch viele weitere mögliche Entdeckungen für diese Woche, denn die Machwerker*innen sind eine bunte Crew aus kreativen und innovativen Köpfen, die das breite Spektrum von urbaner Produktion sichtbar machen.
Die Passagen Köln 2026:
- Passagen Köln – Deutschlands größtes Designfestival, gegründet 1990 von Sabine Voggenreiter, mit besonderem Fokus auf Interior-, Möbel- und Produktdesign
- Von 16. Bis 22. Januar 2026 – Ausstellungen, Installationen, Events in ganz Köln
- Auf einem Stadtplan sind alle Akteur*innen und Orte der Passagen 2026 zu finden – unter anderem das Machwerkhaus (Dillenburger Straße 71-97), die DingFabrik (Fritz-Voigt-Straße 1), das Ehrenfeld Café (Venloer Straße 176), die Pattenhalle (Christianstraße 82) und der Open Design Campus von Studierenden der Fachrichtung am Kölner Campus (Brüderstraße 1)
- Eintritt zu den Passagen Köln ist frei, einzelne Events können kostenpflichtig sein
Ihr wollt wissen, welche Designtrends auf den Passagen 2023 zu sehen waren? Dann schaut mal hier.


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