Das Sternerestaurant Pottkind in Köln bietet im April ein vegetarisches Menü an.
Ein Amuse Bouche des vegetarischen Menüs von Pottkind im April: Kohlrabi mit Algenreis. Foto: Jennifer Rumbach/ raufeld

Vegetarisch & vegan durch Köln: die Lieblingsspots des Pottkind-Chefs

Im April kocht das Kölner Sternerestaurant Pottkind einen Monat lang ausschließlich vegetarisch – und zeigt damit, dass Spitzenküche ohne Fleisch und Fisch auskommen kann. Wo Vegetarier*innen und Veganer*innen in Köln sonst noch fündig werden, verrät Restaurantleiter Lukas Winkelmann mit seinen 4 Lieblingsspots.

Im Kölner Sternerestaurant Pottkind lassen sich Gäste auf ein Menü ein, dessen Details sie erst am Tisch erfahren. In diesem Frühjahr gibt es jedoch eine klare Richtung: Vom 2. April bis zum 2. Mai gehört die Bühne ausschließlich dem Gemüse – ein kompletter Monat, in dem die Küche konsequent vegetarisch kocht.

Zwar ist es nicht das erste Mal, dass das Pottkind einen rein vegetarischen Monat einlegt, doch in diesem Jahr gibt es einen entscheidenden Unterschied: den Zeitpunkt. „Nachdem wir in den vergangenen Jahren die Fastenzeit als thematischen Aufhänger für diesen Menüzyklus genutzt haben, rücken wir diesmal näher an den Frühling – und all seine grünen Gemüse und frischen Aromen“, erklärt Restaurantleiter Lukas Winkelmann. Auch das Menü selbst ist natürlich ein anderes.

Lukas Winkelmann vom Kölner Sternerestaurant Pottkind.
Lukas Winkelmann, Restaurantleiter des Kölner Sternerestaurants Pottkind. Foto: Jennifer Rumbach

Das Pottkind in Köln:

  • hat sich 2018 in der Kölner Südstadt angesiedelt
  • Küchenchef Enrico Sablotny und Geschäftsführer Lukas Winkelmann bilden das Kernteam von Pottkind
  • der Name entspringt aus dem Ruhrgebiet – der Heimat des Duos
  • ist seit 2021 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet
  • eine Reservierung ist über die Pottkind-Website möglich

Das Ziel bleibt jedoch unverändert: zu zeigen, dass hochwertige Küche weder Fisch noch Fleisch braucht, um spannend zu sein. „Unser Carte-Blanche-Menü in 6 Gängen soll selbst den hartgesottensten Fleischfans beweisen, dass vegetarische Küche alles ist – nur kein Verzicht“, so Lukas. Das vegetarische Menü kostet 135 Euro, die Weinbegleitung zusätzlich 70 Euro.

Während das Pottkind an ausgewählten Wochen im Jahr konsequent vegetarisch kocht, gibt es in Köln zahlreiche Lokale, die dauerhaft eine große Auswahl an pflanzlichen Gerichten anbieten. Diese 4 Restaurants gehören zu den persönlichen Favoriten von Pottkind-Restaurantleiter Lukas Winkelmann – und sind damit gute Adressen für alle, die Wert auf Qualität legen.

Vunky am Eigelstein: Saisonale Veggie-Menüs

Kaddy Saidykhan und Tom Mackenroth vom vegetarischen Restaurant Vunky in Köln.
Kaddy Saidykhan und Tom Mackenroth leiten das vegetarische Restaurant Vunky in Köln. Foto: Vunky Foods

„Das Vunky hat Köln wirklich gefehlt“, findet Lukas. Im Vergleich zu den anderen Adressen auf der Liste ist das vegetarische Restaurant noch ein Neuzugang in der Kölner Veggie- und Vegan-Szene: Seit gut einem Jahr servieren Kaddy Saidykhan und Tom Mackenroth hier pflanzenbasierte Küche.

Mittags stehen verschiedene Gerichte à la carte zur Auswahl, abends bietet das Vunky ein regelmäßig wechselndes 3- bis 5-Gänge-Menü. Jeden Sonntag gibt es außerdem ein 3-gängiges Frühstücksmenü. Dabei legen die beiden großen Wert auf Regionalität und Saisonalität.

Inneneinrichtung des vegetarischen Restaurants Vunky in Köln.
Vegetarische Küche trifft auf lockere Atmosphäre. Foto: Vunky Foods

Für Lukas ist das Vunky ein echter Gewinn für Köln: „Das Restaurant ist wunderschön und mit viel Gespür fürs Detail eingerichtet. Die Gerichte sind anspruchsvoll, ohne verkopft zu wirken: frisch, geschmackvoll und ästhetisch angerichtet.“ Seine Prognose: Das Vunky ist gekommen, um zu bleiben.

Adresse: Eigelstein 127-129, 50668 Köln – Tischreservierung online
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 12 bis 15 Uhr sowie 18 bis 23 Uhr, samstags von 18 bis 23 Uhr, sonntags von 10 bis 15 Uhr

Mashery Hummus Kitchen im Kwartier Latäng: Middle-Eastern Streetfood in vielen Facetten

Die Betreiber von der Mashery Hummus Kitchen in Köln: Das Paar Rhaya Ayoub-Wirtler und Julian Wirtler.
Rhaya Ayoub-Wirtler und Julian Wirtler von der Mashery Hummus Kitchen in Köln. Foto: Mashery

Was einst als gelegentlicher Stand auf einem Streetfood-Festival begann, haben Julian Wirtler und Rhaya Ayoub-Wirtler zu einem etablierten Restaurant in Köln ausgebaut: Seit 2018 betreiben sie die Mashery Hummus Kitchen.

Im Mittelpunkt steht – natürlich – der Hummus, das kräftige Kichererbsenpüree der arabischen Küche. „Der Hummus ist hier der unangefochtene Star und macht seinem Ruf alle Ehre“, kann auch Lukas bestätigen. Serviert wird er in der Mashery Hummus Kitchen mit unterschiedlichen Toppings wie Knoblauch-Champignons, Jackfruit-Schawarma, frittierter Aubergine oder Shakshuka. Dazu kommt regelmäßig ein Hummus der Woche.

Ein angerichteter Teller Hummus.
Hummus ist die Spezialität der Mashery Hummus Kitchen in Köln. Foto: raufeld

„Doch auch die übrigen Gerichte – von Sandwiches bis Falafel – stehen dem in nichts nach und gehören zu den besten, die Köln im Bereich Middle-Eastern Streetfood zu bieten hat“, meint Lukas. Die Mashery Hummus Kitchen lohnt sich also nicht nur für Hummus-Fans.

Adresse: Roonstraße 36, 50674 Köln – Tischreservierung online
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 12 bis 22 Uhr

Trash Chic in Kalk: Imbiss-Klassiker ganz in vegan

Das Trash Chic in Köln von außen - davor stehen drei Personen von dem Kollektiv, dass das vegetarische Restaurant betreibt.
Das Trash Chic in Köln wird von einem Kollektiv betrieben. Foto: Trash Chic

Ob Burger, Gyros und Chicken Nuggets oder deutsche Klassiker wie Currywurst und Schnitzel: im Trash-Chic ist alles vegan, kann aber für Lukas locker mit dem Original mithalten. „Das Gyros mit Tzatziki und Fritten macht genauso glücklich wie sein klassisches Pendant.“

Ergänzt wird die Karte durch ein wöchentlich wechselndes Gericht, das schon von veganem Backfisch bis zu Königsberger Klopsen reichte. Eine Besonderheit ist der Taxiteller, ein typisches Essen aus dem Ruhrgebiet: eine Kombination aus Gyros und Currywurst mit Pommes und einer Portion Tzatziki.

Neben dem Essen überzeugt für Lukas aber auch das Ambiente: „Veganes Fast Food trifft auf punkiges Kneipenflair – klingt wild, aber funktioniert.“ Das Trash-Chic hat sich über die Jahre zu einem echten Kult-Lokal entwickelt. Seit 2003 ist die Kneipe am Start, seit 2020 wird sie von einem Kollektiv geführt – kein einzelner Chef, sondern ein gemeinschaftlich organisiertes Team. „Unser Ziel ist es nicht, Profit zu erwirtschaften, sondern unsere Kosten zu decken und einen Treffpunkt für Menschen in Kalk zu schaffen“, heißt es aus dem Kollektiv.

Besonders in der warmen Jahreszeit lohnt sich ein Besuch, findet Lukas: „Im Sommer locken die Außentische – und machen den Abstecher auf die rechte Rheinseite endgültig lohnenswert.“

Adresse: Wiersbergstraße 31, 51103 Köln – Tischreservierung geht telefonisch über die +49 221 82822968
Öffnungszeiten: Essen gibt’s jeden Tag außer Montag von 17 bis 22 Uhr – bei der Bar ist open end

Nobiko in Kalk: Japanische Küche, komplett vegan

Die Inneneinreihtung des veganen Restaurants Nobiko mit japanischer Küche in Köln.
Handgemachte Udon-Nudeln in gemütlichem Ambiente – und das komplett vegan gibt’s im Nobiko. Foto: Nobiko

Die japanische Küche gilt nicht als besonders vegetarisch – viele denken sofort an rohen Fisch in Sushi oder Fleisch in Ramen. Das Nobiko in Köln-Kalk geht seit 2016 jedoch einen ganz anderen Weg: Hier kommt nichts tierisches auf den Teller.

Du bekommst hausgemachte Udon-Nudeln in verschiedensten Varianten – immer mit ordentlich Umami. Für Lukas gilt das Restaurant als ein echter Geheimtipp im Veedel: „Eine so zukunftsgewandte, konsequent überzeugende und komplett vegane japanische Küche würde man eher in einem urbanen Szeneviertel vermuten.“

Ein Gericht vom vegetarischen japanischen Restaurant Nobiko in Köln: Golden TanTan Udon.
Golden TanTan Udon vom Nobiko in Köln: Udon-Nudeln in Brühe mit Sesam-Paste, hausgemachter Paste, Austernseitlinge, Lauch und Spitzkohl. Foto: Nobiko

Neben einigen festen Klassikern auf der Karte gibt es wechselnde Winter- und Sommermenüs – im Sommer etwa mit erfrischenden, kalten Udon-Gerichten. Hier werden japanische Speisen auf einem Niveau serviert, mit dem viele klassische Ramen- und Nudelbars kaum mithalten können, sagt Lukas: „Bis heute habe ich dort kein Gericht gegessen, das nicht begeistert hätte.“

Adresse: Josephskirchstrasse 25, 51103 Köln – Tischreservierung geht telefonisch über die +49 221 16868666
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 17 bis 22 Uhr, an Wochenenden ab 14 Uhr  

…mag Latte Macchiato mit Hafermilch, gute Bücher (von Thrillern über Romance bis zu Magical Realism, das sie gerade erst für sich entdeckt hat) und ist immer auf der Suche nach besonderen Cafés oder leckeren (vegetarischen) Restaurants. Sie liebt es, neue Spots in der Stadt auszuprobieren und die besten Tipps mit anderen zu teilen.

Mehr Kölle

0 Kommentare zu “Vegetarisch & vegan durch Köln: die Lieblingsspots des Pottkind-Chefs

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert